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Bündnis für Familie – familiengerechte Gemeinde

 

 

 

 

Aufschlussreiche Veranstaltung des Stadtverbandes  Bündnis Bd. 90/Die Grünen in Grünberg

 Bündnis für Familie – familiengerechte Gemeinde’, unter diesem Motto informierte Frau Dr. Christiane Schmahl, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag, Mitglied des Laubacher Stadtparlamentes und Direktkandidatin für die kommende Landtagswahl im Januar 2008 in einer Grünenveranstaltung  in den Condomer Stuben in Grünberg über Entwicklungen und Entscheidungen zum Thema ‚Bündnis für Familie’ aus Sicht der Kommune, des Kreises und der Landespolitik in unserer Nachbargemeinde.

In seiner Begrüßung und Einleitung ging Reinhard Ewert, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Grünberger Stadtparlament, auf die demographische Entwicklung und die sich  hieraus ergebenden  Herausforderungen für die Politik im Allgemeinen und die Kommunalpolitik im Besonderen ein.

Unter den Stichwörtern ‚Krippen-, Kindergarten- und Schulbetreuungsplätze, soziale Angebote für den alternden Teil der Bevölkerung (60 plus) sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer als auch die Lage finanziell und sozial schwach gestellter Familien’, mahnte er infrastrukturelle Entscheidungen an, die einen zu erwartenden deutlichen  Bevölkerungsrückgang in den kommenden zwei Jahrzehnten berücksichtigen.

(Veränderung des Altersaufbaus der Gesellschaft hat weitreichende Folgen auch für die Kommunalpolitik: immer mehr alte, nicht mehr im Erwerbsleben stehende Menschen stehen immer weniger jungen, erwerbstätigen Mitbürgern gegenüber)

‚Diese Entwicklung wirft soziale und ökonomische Fragen z. B. nach der künftigen  Nutzung städtischer Kindergärten, der Sinnhaftigkeit von weiteren bzw. bereits aufgelegten Baugebieten auf und verlangt insgesamt ein Umdenken, das den gesellschaftlichen Wandel als Chance begreift, ohne die möglichen schwierigen Aufgaben  ( Arbeitslosigkeit in der

Kommune, Versorgung und Betreuung von Alten und sozial schwach gestellten Mitbürgern bzw. Familien, Integration von Menschen mit Migrationshintergrund) zu ignorieren’, so Reinhard Ewert.

Unter der Fragestellung: ‚Was charakterisiert eine familiengerechte Politik auf der Ebene der Kommune?’, berichtete Frau Dr.  Schmahl zunächst über die Diskussion und Entwicklung ‚generationsübergreifender’ Konzepte in Laubach mit dem Ziel der Bildung eines ‚Mehrgenerationenhauses’(Förderung durch den Bund über 5 Jahre). Gemeint ist nicht ein ‚Haus’ im sprichwörtlichen Sinne, sondern die Vernetzung und damit gegenseitige Stärkung möglichst vieler sozialer Angebote für alle Altersgruppen in Kindertagesstätten, Schulen, Vereinen, Altenbetreuungseinrichtungen, sozial arbeitende Träger, Kirche, Grünberger/Laubacher Tafel u.a..

Um eine  derartige Entwicklung in einer Gemeinde anschieben zu können, so Frau Dr. Schmahl, bedarf es zunächst eines ‚runden Tisches’, an dem möglichst viele gesellschaftliche Gruppen unter der Fragestellung beteiligt werden, was ihre Rolle bei der Entwicklung einer ‚familiengerechten Gemeinde’ sein kann bzw. sein wird.

Dieser Prozess muss – so die Erfahrungen aus Laubach, aber auch aus Wettenberg, deren Konzept bereits im Sozial- und Kulturausschuss zu Beginn dieses Jahres vorgestellt wurde, durch eine professionelle Beratung und Steuerung unterstützt werden.

Die Anwesenden der Veranstaltung, auch SPD und FWG waren vertreten, waren sich darüber einig, dass  im Bereich  der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Grünberg ein breites Angebot bestehe (Zusammenstellung der Verwaltung liegt dem Sozial - und Kulturausschuss vor), die Vernetzung mit anderen Bereichen des sozialen und kulturellen Lebens jedoch noch als Querschnittsaufgabe zu leisten sei. Hierbei, so betonte Frau Dr. Schmal, sei es wichtig, dass die Politik zwar die Rahmenbedingungen schaffe, z.B. Betreuung und Beratung verschiedener Gruppen und Arbeitskreise durch eine professionelle Kraft (vergleichbar mit Steuerungsgruppen wie bei der Dorferneuerung), der Prozess der Entwicklung von ‚familiengerechten Angeboten und Strukturen’ in und für die Kommune  jedoch durch die sie tragenden Menschen  geschehen muss.

Zusammenfassend stellte Fraktionsvorsitzende Reinhard Ewert am Ende der Veranstaltung fest, dass ein verantwortungsbewusster und den zukünftigen Problemen angemessener Umgang mit dem  gesellschaftlichen Wandel nur dann gelingen kann, wenn parteipolitische Begrenztheit zugunsten einer erweiterten, zukunfts- und den gesellschaftlichen Wandel berücksichtigenden  Perspektive aufgegeben wird.
 

V.i.S.d.P.  Reinhard Ewert

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