{"id":483,"date":"2023-10-06T09:13:27","date_gmt":"2023-10-06T07:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/?p=483"},"modified":"2023-10-06T10:20:42","modified_gmt":"2023-10-06T08:20:42","slug":"wasser-ist-leben-grundwasserschutz-in-zeiten-des-klimawandels","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wasser-ist-leben-grundwasserschutz-in-zeiten-des-klimawandels\/","title":{"rendered":"\u201eWasser ist Leben\u201c &#8211; Grundwasserschutz in Zeiten des Klimawandels"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-cover\" style=\"min-height:100vh;aspect-ratio:unset;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\"><\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"403\" height=\"654\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-486\" alt=\"\" src=\"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image.png\" style=\"object-position:56% 26%\" data-object-fit=\"cover\" data-object-position=\"56% 26%\" srcset=\"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image.png 403w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-370x600.png 370w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-92x150.png 92w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schutz der Grundwasserreserven im Vogelsberg ist ein wichtiges Thema in der Region. Durch den Klimawandel mit seinen l\u00e4ngeren D\u00fcrreperioden versch\u00e4rfen sich schon bestehende Probleme in der Grundwasserbewirtschaftung. Auch die wachsende Bev\u00f6lkerung im Ballungsraum Frankfurt erh\u00f6ht den Wasserbedarf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie geht die Landesregierung damit bisher um und was wollen die Gr\u00fcnen in der kommenden Legislaturperiode zus\u00e4tzlich tun?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Fragen widmete sich Martina Feldmayer, Sprecherin f\u00fcr Umwelt- und Klimapolitik der Gr\u00fcnen Landtagsfraktion, bei einer Veranstaltung \u201eWasser ist Leben\u201c der beiden gr\u00fcnen Ortsverb\u00e4nde Laubach und Gr\u00fcnberg vor Kurzem.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie stellte den neuen \u201eZukunftsplan Wasser\u201c der Landesregierung vor, der die Nutzung der hessischen Wasserressourcen beschreibt und Ma\u00dfnahmen benennt, um die Versorgung langfristig sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend das Land f\u00fcr die Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen zust\u00e4ndig ist, ist die \u00f6ffentliche Wasserversorgung Sache der Kommunen, die sie eigenverantwortlich sicher stellen m\u00fcssen. Damit sind die Kommunen verpflichtet, die \u00f6ffentliche Wasserversorgung konzeptionell an die sich \u00e4ndernden Bedarfe anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"723\" height=\"381\" src=\"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-484\" srcset=\"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image.jpeg 723w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-400x211.jpeg 400w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-150x79.jpeg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Land bewirtschaftet die Grundwasserressourcen durch die Vergabe von zeitlich befristeten Wasserrechten. Au\u00dferdem findet im Fall des Vogelsbergs ein umfassendes Grundwassermonitoring statt. Die Mindestgrundwasserst\u00e4nde werden beh\u00f6rdlich \u00fcberwacht. Aus dem Publikum wurde angemahnt, die Wasserrechte nicht f\u00fcr so lange Zeitr\u00e4ume zu vergeben &#8211; 30 Jahre seien eindeutig zu lang. Frau Feldmayer betonte, dass dies auch eine Diskussion im Ministerium sei, da der Klimawandel k\u00fcrzere Handlungsoptionen erzwinge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommunen bekommen durch den Zukunftsplan Wasser Handlungsoptionen aufgezeigt: Dazu geh\u00f6rt insbesondere die Aufstellung eines \u201ekommunalen Wasserkonzeptes\u201c. Dieses Planungsinstrument wird vom Land Hessen gef\u00f6rdert. Die Mitgliedskommunen der OVAG, haben von der OVAG das Angebot erhalten, die kommunalen Wasserkonzepte gemeinsam zu beantragen und zu erarbeiten. Diese sind mittlerweile in Arbeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterhin wurde mit dem Hessischen St\u00e4dte- und Gemeindebund eine \u201eMustergefahrenabwehrverordnung\u201c erarbeitet, die in Laubach schon verabschiedet und in Gr\u00fcnberg letzte Woche vom Parlament in Auftrag gegeben wurde, um in Trockenperioden wassersparende Ma\u00dfnahmen rechtssicher anordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u201eZukunftsplan Wasser\u201c zeigt auf, dass die Grundwasserneubildung gef\u00f6rdert werden kann, indem mehr Versickerung erfolgt. Dazu muss Niederschlagswasser zur\u00fcck gehalten werden, egal ob auf privaten Grundst\u00fccken oder in Wald und Feldflur. Mulden im Wald aber auch die Nutzung von Niederschlagswasser durch Private geh\u00f6ren in diesen Ma\u00dfnahmenbereich. Hierzu wurde eine \u201eMuster-Zisternensatzung\u201c erstellt. Das Stichwort \u201eSchwammstadt\u201c fiel. Kritik wurde aus der Versammlung daran ge\u00fcbt, dass die Stadt Frankfurt nur sehr langsam mit dem Wassersparen und dem fl\u00e4chendeckenden Einbau von Niederschlags- und Brauchwassersystemen vorankommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der R\u00fcckbau von Drainagen bzw. Drain-Teichen im landwirtschaftlichen Bereich wurde ebenfalls angesprochen. Weiterhin sind Gew\u00e4sser, Auen und Moore verst\u00e4rkt zu renaturieren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig f\u00fcr die zus\u00e4tzlichen Bedarfe an Wasser im Ballungsgebiet Rhein-Main ist die zus\u00e4tzliche Versickerung von Rhein- und Mainwasser. Nur so werden zus\u00e4tzliche Wasserentnahmen im Vogelsberg und im Wohratal zu verhindern sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um all diese Ma\u00dfnahmen zu finanzieren ist viel Geld n\u00f6tig. Deswegen wollen die Gr\u00fcnen einen \u201eWassercent\u201c einf\u00fchren. Diese Abgabe auf entnommenes Grundwasser wird in fast allen Bundesl\u00e4ndern erhoben, nur in Hessen, Th\u00fcringen und Bayern nicht. Die Ausgestaltung ist unterschiedlich und wird gerade vom Umweltministerium untersucht. Bisher wurde der Wassercent nicht eingef\u00fchrt, weil die CDU ihn ablehnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine intensive Diskussion schloss sich an. Kritik wurde v.a. daran ge\u00fcbt, dass sehr wenig direkt durch das Land geregelt wird, sondern das Land bei einem so wichtigen Thema auf die freiwillige Umsetzung durch die Kommunen setzt. Was, wie man an Frankfurt sehen kann, nur sehr langsam funktioniert. Aber auch Kommunen im l\u00e4ndlichen Raum sehen teilweise das Thema Wasser immer noch nicht als dringend an, wie ein Anwesender aus Fernwald schilderte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"315\" src=\"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-1-800x315.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-485\" srcset=\"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-1-800x315.jpeg 800w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-1-400x158.jpeg 400w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-1-768x302.jpeg 768w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-1-150x59.jpeg 150w, http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/image-1.jpeg 942w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorangegangen war der Diskussionsveranstaltung der Besuch des Brunnentals in Gr\u00fcnberg. Gezeigt wurden die Besonderheiten, die das Brunnental so wertvoll f\u00fcr den Naturschutz machen:&nbsp;Quellhorizonte und insgesamt \u00fcber 70 Quellen, Streuobstwiesen und Magerrasenstandorte liegen dicht beieinander.&nbsp;Finanziert von der Stadt Gr\u00fcnberg, organisiert und fachlich betreut von der LPV, wird seit \u00fcber 20 Jahren von vielen Ehrenamtlichen an der Wiederherstellung der Strukturen gearbeitet: Viel M\u00fcll wurde entfernt, die aufgegebenen Privatg\u00e4rten abger\u00e4umt und die Fl\u00e4chen wieder in einen guten Pflegezustand gebracht. Martina Feldmayer zeigte sich beeindruckt, was sich hier getan hat. \u201eJetzt wei\u00df ich, wo ich demn\u00e4chst zum Wandern hinfahre,\u201c war ihr abschlie\u00dfendes Statement nach dem Besuch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bach Lauter im gleichnamigen Nachbarort wurde ebenfalls besucht. Er ist einer von \u201e100 Wilden B\u00e4chen\u201c, einem Projekt der Hessischen Landesregierung, bei dem es um den Erhalt seltener Arten geht, wie Groppe und Bachneunauge.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto&nbsp;1 von Dr.&nbsp;Christiane Schmahl: Martina Feldmayer im Brunnental<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto 2 von Lothar Peter: Abschluss vor der Lautertalhalle in Lauter<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto 3 von Lothar Peter: Vor der Lautertalhalle in Lauter mit Martina Feldmayer im&nbsp;Bild rechts zwischen Gr\u00fcn und Rot<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-483","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=483"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":490,"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483\/revisions\/490"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/gruene-gruenberg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}